Home | 2-2: Category Management mit KI
Marketing-Lehrbuch, Kapitel 2
Unternehmerische Voraussetzungen für marktorientiertes Handeln → Marketingorganisation → Aufbauorganisation (Kapitel 2.3.1)
Das Category Management wird in Zukunft nicht durch KI ersetzt, sondern diese Schlüsseltechnologie der Digitalisierung eröffnet neue Möglichkeiten: Automatisierte Prozesse übernehmen zeitintensive Aufgaben und schaffen Freiräume für strategische Überlegungen. Gemäß einer Studie von Kantar planen Hersteller und Händler in den nächsten Jahren verstärkt in KI zu investieren, um Kundendaten besser zu verstehen, Trends frühzeitig zu erkennen sowie Strategien schneller zu planen und umzusetzen. Die Studie zeigt, dass KI insbesondere bei der Bedarfsplanung, der Wettbewerbsanalyse und der Preisstrategie einen hohen Mehrwert liefert. Darüber hinaus lassen sich relevante Marktentwicklungen zuverlässiger identifizieren, Sortimente und Promotionsaktionen besser planen sowie die Customer Journey mit ihren zahlreichen Touchpoints genauer analysieren.
Für jedes lernende Systeme bilden Daten die erforderliche Grundlage. Auf der Basis vielfältiger Daten versetzt die KÌ Entscheidungsträger dazu in die Lage, bessere Entscheidungen zu treffen und Absatzpotenziale optimal auszuschöpfen. Neben der Datenquantität spielt aber auch die Datenqualität eine entscheidende Rolle: KI-Systeme basieren auf Mustererkennung und Lernalgorithmen, die darauf trainiert werden, bestimmte Muster in den vorhandenen Daten zu erkennen und daraus Erkenntnisse zu abzuleiten. Wenn Daten unvollständig oder fehlerhaft sind, arbeitet die KI ungenau bzw. fehlerhaft.
Konkrete Beispiele für den Einsatz von KI im Category Management:
Die folgende Abbildung gibt einen Überblick über die Einsatzmöglichkeiten von KI in verschiedenen Bereichen des Category Managements.


Zusatzmaterial zu den einzeln Kapiteln:
3-2: Telekom-Werbung – Bedeutung von Spiegelneuronen für emotionale Reaktionen
3-4: Messung impliziter Einstellung mittels implizitem Assoziationstest (IAT)
3-6: Subjektive Wahrnehmung: Sind zwei Tische identisch oder nicht?
3-7: Das Auge isst mit: Die optische Wahrnehmung beeinflusst unser Hungergefühl
3-8: Febreze: Bedeutung habitualisierter Entscheidungen für das Marketing
4-2: Operationalisierung und Messung der Umweltorientierung von EU-Bürgern
4-4: Berechnung des Stichprobenfehlers bei der Zufallsauswahl
4-5: Screening-Fragebogen zur Realisierung einer vorab definierten Stichprobe
4-6: Konzeption eines Gesprächsleitfadens für eine qualitative Befragung
4-7: Beobachtung des individuellen Essverhaltens im „Restaurant der Zukunft“
4-8: Produktpositionierung: Positionierung einer Smartphone-Marke im Wettbewerbsumfeld
7-1: Kindle Fire – Beeinflussung der Wahrnehmung des Nettonutzens durch Werbung
7-2: Ermittlung des optimalen Stromtarifs mittels Choice-Based-Conjointanalyse
7-4: Beeinflussung der wahrgenommenen Preisgünstigkeit durch Umbrella Pricing
7-7: Hohe Attraktivität privater Finanzierungs- und Leasingangebote für Autos
8-1: Produktpositionierung: Code-Analyse des Markenauftritts zweier Sektmarken
8-12: Werbewirkungsanalyse digitaler Kommunikationsinstrumente
8-3: Die Macht der Megatrends und die Zukunft von Sicherheit und Qualität
8-4: Erfolgreiche und nicht erfolgreiche Social-Media-Kampagnen
8-5: Guerilla-Kommunikation: Nutzung eines Neonazi-Aufmarsches für eine gute Sache
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